Kompas-3D

Zur Produktentwicklung stehen in KOMPAS-3D verschiedene Methoden zur Wahl:

  • Das Bottom-Up-Verfahren, die Erstellung einzelner Bauteile, die zur Baugruppe gefügt werden,
  • das Top-Down-Verfahren, die Gestaltung eines Bauteils im Kontext der Baugruppe,
  • die Modellierung anhand einer Skizze, selbst eines Simulationsergebnisses oder schließlich
  • eine Kombination obiger Methoden.

Diese Wahlfreiheit gestattet es dem Konstrukteur, flexibel auf die jeweilige Aufgabenstellung einzugehen und einfach zu modifizierende, parametrische Modelle zu erstellen.

 

Das Luftboot wurde komplett in KOMPAS-3D entwickelt. Quelle: OAO Phiolent Plant, Ukraine
 

KOMPAS-3D ermöglicht die Verwaltung von Baugruppen mit bis zu mehreren hunderttausend Bauteilen und Unterbaugruppen. Neben umfangreichen Volumenfunktionen bietet es auch die Oberflächenmodellierung für ansprechendes, ergonomisches Produktdesign. Die assoziative Zeichnungs- und Dokumentenerstellung übernimmt die mitgelieferte CAD-Lösung KOMPAS-Grafik[Link]. Der Funktionsschatz von KOMPAS-3D bietet Möglichkeiten, die über die Fähigkeiten aktueller Midrange-Lösungen weit hinausreichen:

  • Parametrisch-historienbasierte Definition von Bauteilen (MCAD), ebenso freies Modellieren mit Erstellungshistorie und evtl. nachträglicher Parametrisierung
  • Geometriesteuerung mit Formeln, Variablen und Tabellen
  • Referenzgeometrie: Punkt, Achse, Ebene, Benutzerkoordinatensystem, Hilfslinie, beliebiges Skizzenobjekt
  • 2D- und 3D-Kurven: Polylinie, B?zier- und NURBS-Kurven, Spline, 3D-Spirale
  • Boole’sche Operationen (als Feature): Addition, Differenz, Schnittmenge
  • Strukturelemente wie Fase und Abrundung (beide statisch/variabel), Bohrung, Aussteifung, Schale, Wandstärke, Aushebeschrägen
  • Neu in V12: Oberflächen durch Gitterpunkte, Kurvennetze und Regelflächen, durch Extrusion, Rotation, Austragung und Ausformung. Oberflächen können mit Volumenkörpern kombiniert werden, selbst importierte Oberflächen lassen sich bearbeiten.
  • Blechteilfunktionen: z.B. Lochen, Ausstanzen, Einschneiden, Lamelle, Biegen, Abrunden, Ecken verschließen; Abwicklung des Blechteils einschließlich der zugehörigen assoziativen Zeichnungen
  • Feature-Muster (Array): rechtwinklig, rotiert, an Kurve oder mit einzelnen Konstruktionspunkten
  • Einfügen von Komponenten aus Norm- und Kaufteilkatalogen (z.B. TraceParts); Erstellung eigener Modellbibliotheken
  • Modellieren von Bauteilen im Baugruppenkontext (Top-Down)
  • Gegenseitige Steuerung von Baugruppenkomponenten
  • Arbeitsmodus und Werkzeuge für große Baugruppen
  • Kinematische Simulation inklusive Kollisionserkennung
  • 2D-CAD-Lösung KOMPAS-Grafik

In Kürze:

  • Erzeugung von Gusswerkzeugen anhand des Bauteils, z.B. Formnest, Teilung, Traube